Werkstatt & Brennplatz

  

Werkstatt

Meine Werkstücke werden in meiner Werkstatt in Langendorf (SO) gebaut.
Jedes Stück ist ein Unikat. 

 

Rauchbrand

Für den Rauchbrand benutze ich eine alte durchlöcherte Tonne, die mit Sägemehl, Holz und vorgebrannten Keramikstücken befüllt wird. Oben zünde ich sas Sägemehl an und decke die Tonne zu. Daraufhin mottet das Feuer über mehrere Stunden durch das Sägemehl. Durch die entstehende Hitze und Rauch werden die Keramikstücke grau bis schwarz gefärbt. Das Ergebnis lässt sich nur bedingt steuern. So ist es immer wieder aufregend, die Tonne zu öffnen und sich überraschen zu lassen, wie die Stücke geworden sind. 

 

Raku

Bei der traditionellen japanischen Verfahrensweise werden die Stücke mit einer speziellen Glasur übergossen und in einem Gasofen auf fast tausend Grad erhitzt. Daraufhin werden die Keramikstücke einzeln mit einer langen Zange aus dem Ofen genommen und vorsichtig ins Sägemehl gebettet. DIeses fängt sofort an zu brennen. Durch den Temperaturschock entstehen die typischen "Crackelé" in der Glasur, der entstehende Rauch zieht durch die Hitze in diese Risse ein und wird vom Scherben tief in die Keramik eingezogen. Die Sägemehl-Gefässe werden verschlossen um eine möglichst tiefe Sättigung durch Rauch zu erzielen. Nach der Entnahme werden die Stücke abgekühlt und gewaschen. 

Obvara firing

Das Obvara firing ist eine einfache baltische Technik, bei der heisse, geschrühte Gefässe in eine Mehl-Hefe-Flüssigkeit getaucht und mit Wasser abgeschreckt werden. Im Verlaufe dieses Vorgangs verbrennt Mehl auf der Oberfläche, zieht in den Scherben ein und verstopft Poren. So ist es möglich, dichte Gefässe bei niedriger Temperatur und ohne Glasuren zu erhalten. Zudem erhalten die Gefässe je nach Oberflächenstruktur eine wunderbare Patina.